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Glossar

BMW M3 (E30)

Der 1986 eingeführte Homologations-Tourenwagen mit S14-Vierzylinder und ausgestellten Kotflügeln.

Erklärung
Der BMW M3 der ersten Generation (Baureihe E30) ist der Urvater aller kompakten Hochleistungssportler und gilt bis heute als der erfolgreichste Tourenwagen der gesamten Motorsportgeschichte. Entwickelt von der BMW Motorsport GmbH unter Leitung von Paul Rosche, entstand das Fahrzeug 1986 aus der Notwendigkeit, ein reinrassiges Homologationsmodell für die Gruppe A der Tourenwagen-Meisterschaften (u. a. DTM) mit mindestens 5.000 gebauten Straßenexemplaren zu schaffen. Um die Aerodynamik und Spurweite zu optimieren, übernahm der M3 lediglich die Motorhaube und das Schiebedach von der normalen E30-Limousine; alle anderen Karosserieteile – insbesondere die breiten 'Pausbacken'-Kotflügel, die flacher gestellte Heckscheibe und der erhöhte Heckdeckel mit Spoiler – waren exklusive Neuentwicklungen. Unter der Haube arbeitete das legendäre S14-Triebwerk: Ein hochdrehender 2,3-Liter-Vierzylinder-16V-Sauger (abgeleitet vom Zylinderkopf des BMW M1), der in den finalen 'Sport Evolution'-Ausbaustufen bis zu 238 PS leistete. Mit Roberto Ravaglia, Johnny Cecotto und Joachim Winkelhock dominierte der M3 die Rennstrecken der Welt und holte Titel in der DTM, der Tourenwagen-Weltmeisterschaft und bei den 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und in Spa-Francorchamps. Seine laserpräzise Lenkung, das geringe Gewicht von rund 1.200 kg und sein ungefiltertes Fahrverhalten machen den Ur-M3 zu einer unbezahlbaren Ikone der Fahrfreude. Die kompromisslose Motorsport-Ausrichtung, die markanten Pausbacken-Kotflügel und der unvergleichliche Hochdrehzahl-Charakter des S14-Vierzylinders machen den E30 M3 zum heiligen Gral der sportlichen Kompaktklasse. Er verkörpert pure bayerische Rennsport-Leidenschaft.

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