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Glossar

Porsche Carrera GT

Der 2003 vorgestellte analoge Carbon-Supersportwagen mit 5,7-Liter-V10-Saugmotor und Buchenholz-Schaltknauf.

Der Porsche Carrera GT (intern Typ 980) gilt unter Enthusiasten und Sammlern als einer der letzten und reinsten analogen Supersportwagen der Automobilgeschichte. Seine Entstehung verdankt er einem glücklichen Zufall: Porsche hatte Ende der 1990er Jahre einen reinrassigen 5,5-Liter-V10-Saugmotor für die 24 Stunden von Le Mans entwickelt, das Rennprojekt jedoch zugunsten des lukrativen SUV Cayenne gestoppt. Vorstand Wendelin Wiedeking entschied, das Triebwerk nicht verstauben zu lassen, und präsentierte auf dem Pariser Autosalon 2000 eine spektakuläre Konzeptstudie vor dem Louvre. Ab 2003 in der neu errichteten Manufaktur in Leipzig in Kleinserie gebaut, bestach der Carrera GT durch kompromisslose Motorsport-Technologie: Ein vollständiges Kohlefaser-Monocoque, Pushrod-Fahrwerk, Keramik-Verbundbremsen (PCCB) und die weltweit erste Keramik-Trockenkupplung (PCCC) in einem Serienauto. Der auf 5,7 Liter vergrößerte V10-Saugmotor mit Trockensumpfschmierung leistete 612 PS, drehte bis 8.400 U/min und erzeugte einen der kreischendsten, betörendsten Auspuffklänge der Geschichte. Ohne elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), mit manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe und dem berühmten Buchenholz-Schaltknauf (eine Hommage an den Le-Mans-Sieger Porsche 917) forderte der Carrera GT höchsten Respekt und meisterhaftes fahrerisches Können. Mit nur 1.270 gebauten Exemplaren ist er eine unbezahlbare Ikone. Mit seinem hochdrehenden Zehnzylinder-Saugmotor, meisterhaften Carbon-Chassis und puristischer Handschaltung bleibt der Carrera GT eines der reinsten und anspruchsvollsten Fahrerautos, die jemals die Werkshallen von Porsche verlassen haben. Dieses herausragende Fahrzeugmodell gilt bis heute als ein Meilenstein der Automobilbaukunst und begeistert Enthusiasten und Sammler rund um den Globus durch seinen unverwechselbaren Charakter, seine technische Finesse und seine glanzvolle Historie.