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Glossar

Citroën 2CV

Die legendäre französische 'Ente' – der minimalistische Kult-Kleinwagen mit Wellblech und Schaukel-Fahrwerk.

Der Citroën 2CV (französisch 'deux chevaux' für zwei Steuer-PS), im deutschsprachigen Raum liebevoll 'Ente' genannt, ist eines der genialsten und charmantesten Minimalismus-Konzepte der Automobilgeschichte. Die Entwicklung begann in den 1930er Jahren unter Citroën-Chef Pierre-Jules Boulanger unter dem Projektnamen TPV ('Toute Petite Voiture'): Das Lastenheft forderte ein Fahrzeug für französische Kleinbauern, das zwei Personen und einen Sack Kartoffeln oder ein Fass Wein mit 60 km/h über schlechteste Feldwege transportieren konnte, wobei ein Korb voller roher Eier auf dem Rücksitz bei der Fahrt über einen gepflügten Acker nicht zerbrechen durfte. Bei seiner Enthüllung auf dem Pariser Autosalon 1948 zunächst von der Presse verspottet, wurde der 2CV zum gigantischen Triumph: Die Wartezeiten stiegen auf bis zu sechs Jahre. Mit genialen Konstruktionsmerkmalen wie der extrem weichen Längslenker-Interdependenz-Federung, dem luftgekühlten Zweizylinder-Boxermotor, dem aufrollbaren Stoff-Faltdach, herausnehmbaren Rohrgestühlsitzen und der unverwechselbaren Revolverschaltung im Armaturenbrett motorisierte die Ente ganz Frankreich. Über 42 Produktionsjahre und mehr als 5,1 Millionen Exemplare hinweg wandelte sich der 2CV vom bäuerlichen Nutzfahrzeug zum weltweiten Kultmobil der Studenten-, Friedens- und Ökologiebewegung. Der 2CV war weit mehr als ein einfaches Fortbewegungsmittel; er wurde zum weltweiten Kulturgut und Lebensgefühl für Generationen von Freigeistern. Mit seinem unnachahmlichen Schaukel-Fahrwerk und genialen Minimalismus bleibt die 'Ente' ein unsterbliches Denkmal französischer Automobilkreativität. Dieses herausragende Fahrzeugmodell gilt bis heute als ein Meilenstein der Automobilbaukunst und begeistert Enthusiasten und Sammler rund um den Globus durch seinen unverwechselbaren Charakter, seine technische Finesse und seine glanzvolle Historie.