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Glossar

Ölkühler

Ein Wärmetauscher zur Kühlung des Motor- oder Getriebeöls, der das Überhitzen des Schmierstoffs bei hoher Motorbelastung verhindert.

Erklärung
Der Ölkühler ist eine unverzichtbare Komponente des automobilen Thermomanagements, insbesondere bei leistungsstarken Motoren, Turbotriebwerken oder Fahrzeugen im schweren Anhängerbetrieb. Da Motoröl nicht nur schmiert, sondern erhebliche Mengen an Verbrennungswärme von den Kolbenböden und Lagern abführt, kann die Öltemperatur unter Dauerbelastung schnell über 130 bis 150 Grad Celsius ansteigen. Bei solch hohen Temperaturen wird das Öl extrem dünnflüssig, altert rasant und der Schmierfilm droht abzureißen. Der Ölkühler führt das heiße Öl durch ein System feiner Lamellenkanäle. Man unterscheidet zwei Bauarten: Luft-Ölkühler, die im Fahrtwind an der Fahrzeugfront montiert sind, sowie kompakte Öl-Wasser-Wärmetauscher, die direkt an den Motorkühlkreislauf angeschlossen sind. Öl-Wasser-Wärmetauscher bieten einen doppelten Vorteil: Beim Kaltstart erwärmt das schneller warme Kühlwasser das zähe Motoröl rasch auf Betriebstemperatur; bei hoher Last kühlt das Kühlwasser das heiße Öl zuverlässig ab und hält es in einem optimalen Temperaturfenster von 80 bis 110 Grad Celsius.

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