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Glossar

Hydraulikbremse

Ein Bremssystem, bei dem die vom Fahrer aufgebrachte Pedalkraft über eine inkompressible Bremsflüssigkeit hydraulisch an die Radbremsen übertragen wird.

Erklärung
Die hydraulische Bremsanlage ist das universelle Standardsystem zur Fahrzeugverzögerung in modernen Automobilen. Sie nutzt das physikalische Gesetz von Blaise Pascal, wonach sich Druck in einer ruhenden, inkompressiblen Flüssigkeit nach allen Richtungen gleichmäßig und verlustfrei ausbreitet. Tritt der Fahrer auf das Bremspedal, wird die Kraft durch den Bremskraftverstärker vervielfacht und im Hauptbremszylinder in hydraulischen Druck (bis über 100 bis 150 bar) umgewandelt. Dieser Druck wird über starre Bremsleitungen und flexible Bremsschläuche direkt an die Radbremszylinder bzw. die Bremszangen an den vier Rädern geleitet. Dort drücken Hydraulikkolben die Bremsbeläge kraftvoll gegen die rotierenden Bremsscheiben. Zur Ausfallsicherheit sind moderne Hydraulikbremsen gesetzlich immer als Zweikreis-Bremssysteme (meist diagonal aufgeteilt: vorne links/hinten rechts und vorne rechts/hinten links) ausgelegt: Fällt ein Bremskreis durch eine Undichtigkeit aus, bleibt das Fahrzeug über den zweiten Kreis voll beherrschbar und verkehrssicher.

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