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Glossar

Ladedruck (Turboladedruck)

Der Überdruck im Ansaugtrakt, mit dem ein Turbolader oder Kompressor zusätzliche Verbrennungsluft in die Zylinder presst.

Erklärung
Der Ladedruck ist die zentrale physikalische Wirkgröße bei aufgeladenen Verbrennungsmotoren. Während ein klassischer Saugmotor die Verbrennungsluft allein durch den im Zylinder entstehenden Unterdruck ansaugt, nutzt ein Turbomotor die Abgasenergie, um über das Turbinenrad ein Verdichterrad anzutreiben. Dieses komprimiert die Frischluft und presst sie mit Überdruck (dem Ladedruck, typischerweise zwischen 0,5 und über 2,5 bar Überdruck) in die Brennräume. Durch den erhöhten Druck steigt die Dichte der Luft dramatisch an: Im gleichen Zylindervolumen steht wesentlich mehr Sauerstoff für die Verbrennung zur Verfügung, wodurch mehr Kraftstoff effizient verbrannt und die Leistung sowie das Drehmoment drastisch gesteigert werden können. Geregelt wird der Ladedruck über das Motorsteuergerät, das bei zu hohem Druck ein Wastegate-Ventil (Bypass) öffnet oder die Leitschaufeln einer variablen Turbinengeometrie (VTG) verstellt, um den Turbolader vor Überdrehzahl und den Motor vor unzulässigen Spitzendrücken zu schützen.

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