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Glossar

Glühkerze

Ein elektrisches Heizelement im Zylinderkopf von Dieselmotoren, das den Brennraum vorwärmt, um das sichere Kaltstarten des Selbstzünders zu ermöglichen.

Glühkerzen sind unverzichtbare Kaltstarthilfen in modernen Dieselmotoren. Da Dieselmotoren nach dem Prinzip der Selbstzündung arbeiten, entzündet sich der fein zerstäubte Dieselkraftstoff nur dann zuverlässig von selbst, wenn die durch Verdichtung erhitzte Luft im Brennraum eine Zündtemperatur von mindestens 700 bis 900 Grad Celsius erreicht. Bei kaltem Motorblock und frostigen Außentemperaturen entzieht das kalte Metall der Luft jedoch so viel Wärme, dass die Selbstzündung ohne thermische Unterstützung scheitert. Moderne keramische oder metallische Hochtemperatur-Glühkerzen erreichen binnen zwei bis drei Sekunden Glühtemperaturen von über 1.000 Grad Celsius („Schnellstartsysteme“), wodurch das klassische lange Vorglühen entfällt. Neben dem Startvorgang übernehmen moderne Glühkerzen die Funktion des Nachglühens: Sie bleiben nach dem Anlassen noch mehrere Minuten in Betrieb, um eine saubere und geräuscharme Verbrennung sicherzustellen, Rauchbildung zu minimieren und die Betriebstemperatur zur DPF-Regeneration rascher zu erreichen. Defekte Glühkerzen äußern sich durch schlechtes Kaltstartverhalten, Nageln und blaue Auspuffabgase.