Zum Hauptinhalt springen

Glossar

Kühlerfrostschutzmittel (Kühlmittelzusatz)

Ein chemischer Zusatzstoff auf Glykolbasis im Motorkühlwasser, der das Einfrieren bei Minusgraden, Sieden bei Hitze und Korrosion im Motorblock verhindert.

Erklärung
Kühlerfrostschutzmittel ist eine lebenswichtige Betriebsflüssigkeit für wassergekühlte Verbrennungsmotoren und moderne Elektroauto-Kühlsysteme. Die Flüssigkeit besteht aus einer Mischung aus destilliertem Wasser, Monoethylenglykol (oder Polypropylenglykol) sowie einem hochkomplexen Paket chemischer Additive (Inhibitoren). Das Mischungsverhältnis (typischerweise 50:50) stellt sicher, dass das Kühlwasser selbst bei extremen Außentemperaturen von bis zu -35 bis -40 Grad Celsius nicht gefriert. Das Einfrieren des Kühlwassers hätte verheerende Folgen: Da sich Wasser beim Gefrieren ausdehnt, würde das entstehende Eis den Motorblock, den Zylinderkopf oder den Kühler unweigerlich sprengen. Neben dem Frostschutz erfüllt das Mittel zwei weitere elementare Funktionen: Es hebt den Siedepunkt der Kühlflüssigkeit auf über 110 bis 120 Grad Celsius an (Schutz vor Überhitzung unter Druck) und schützt die metallischen Kanäle im Inneren des Motors dauerhaft vor Rost, Kalkablagerungen und Kavitation. Da sich die Schutzadditive mit den Jahren zersetzen, sollte der Frostschutzgehalt vor jedem Winter mit einem optischen Refraktometer oder Frostschutzprüfer in der Werkstatt kontrolliert werden.

Gesetzliche Gewährleistung Gesetzliche Gewährleistung Logo