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Glossar

On-Board-Diagnose (OBD-II)

Ein standardisiertes bordeigenes Diagnosesystem, das alle abgasrelevanten und elektronischen Systeme des Fahrzeugs kontinuierlich überwacht und Fehler speichert.

Die On-Board-Diagnose (OBD, aktuell in der universellen Normstufe OBD-II / EOBD) ist das elektronische Selbstüberwachungssystem moderner Kraftfahrzeuge. Ursprünglich von kalifornischen Umweltbehörden vorgeschrieben, um die Einhaltung von Abgasgrenzwerten über die gesamte Fahrzeuglebensdauer sicherzustellen, überwacht das OBD-System heute nahezu alle Steuergeräte und Sensoren des Automobils in Echtzeit. Das System führt während der Fahrt kontinuierliche Plausibilitätsprüfungen durch: Registriert ein Sensor Werte außerhalb des Toleranzbereichs (z.B. Verbrennungsaussetzer, Katalysatoralterung oder defekte Raddrehzahlsensoren), generiert das System einen genormten 5-stelligen Fehlercode (DTC) und speichert die exakten Umgebungsdaten im Moment des Fehlers (Freeze-Frame-Daten) im Fehlerspeicher ab. Über die genormte 16-polige OBD-Buchse im Fahrerfußraum können Kfz-Werkstätten, Prüfingenieure bei der Abgasuntersuchung (AU) oder Autofahrer per Diagnosegerät direkt auf den Fehlerspeicher zugreifen.