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Glossar

Kurbelgehäuseentlüftungs-Ventil (KGE-Ventil / PCV)

Ein Membranventil, das schädliche Blow-by-Gase aus dem Kurbelgehäuse kontrolliert der Verbrennungsluft zuführt und Überdruck im Motor verhindert.

Erklärung
Während der Verbrennung im Zylinder strömt unvermeidbar ein kleiner Teil der Verbrennungsgase an den Kolbenringen vorbei in das Kurbelgehäuse (sogenannte Blow-by-Gase). Ohne eine permanente Entlüftung würde sich im Inneren des Motors ein massiver Überdruck aufbauen, der Motordichtungen (wie Kurbelwellensimmerringe und Ventildeckeldichtungen) herausdrücken und zu schwerem Ölverlust führen würde. Aus Umweltschutzgründen dürfen diese ölhaltigen Gase jedoch seit Jahrzehnten nicht mehr ins Freie geleitet werden. Das KGE-Ventil (Positive Crankcase Ventilation / PCV-Ventil) reguliert diesen Gasstrom präzise in Abhängigkeit vom herrschenden Saugrohrunterdruck. In das System ist meist ein Zyklon-Ölabscheider integriert, der feine Öltröpfchen aus dem Gasfiltert und zurück in die Ölwanne leitet. Die gereinigten Gase werden anschließend dem Ansaugtrakt zugeführt und im Motor sauber mitverbrannt. Ein defektes, verkoktes KGE-Ventil führt zu erhöhtem Ölverbrauch, unruhigem Leerlauf durch Falschluft oder pfeifenden Motorgeräuschen.

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