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Glossar

Einfahrphase (Motor einfahren)

Die ersten 1.000 bis 1.500 Kilometer eines Neuwagens, in denen sich mechanische Bauteile wie Kolbenringe und Zylinderlaufflächen aufeinander einschleifen.

Obwohl moderne Fertigungsmethoden im Automobilbau mit minimalen Toleranzen im Mikrometerbereich arbeiten, bleibt das fachgerechte Einfahren eines neuen Fahrzeugs während der ersten 1.000 bis 1.500 Kilometer ein entscheidender Faktor für die langfristige Lebensdauer und Leistungsfähigkeit des Motors. In dieser Anfangsphase glätten sich mikroskopische Rauheiten an den mechanischen Reibungspartnern – insbesondere zwischen Kolbenringen und Zylinderlaufbahnen, Ventilschäften sowie den Zahnrädern von Getriebe und Differenzial. Während der Einfahrphase sollte der Motor nicht mit voller Leistung oder Höchstdrehzahl belastet werden (Faustregel: maximal zwei Drittel der Nenndrehzahl nutzen und Vollgas-Kickdowns vermeiden). Ebenso wichtig ist das Vermeiden von extremen Untertourigkeiten sowie reinem Kurzstreckenbetrieb. Ideal sind wechselnde Drehzahlen und Geschwindigkeiten auf Landstraßen und Autobahnen, damit sich alle Komponenten unter moderater thermischer Belastung optimal aneinander anpassen können. Auch neue Bremsbeläge, Bremsscheiben und Neureifen benötigen die ersten 200 bis 300 Kilometer, um ihre volle Haftungs- und Reibleistung zu entwickeln.