Der
Ferrari 288 GTO (Gran Turismo Omologato) von 1984 ist einer der begehrtesten, elegantesten und faszinierendsten Supersportwagen aus Maranello. Er war nach dem legendären 250 GTO von 1962 erst das zweite Modell in der Markengeschichte, das das prestigeträchtige Kürzel 'GTO' tragen durfte. Entwickelt unter Chefingenieur Nicola Materazzi für die berüchtigte Gruppe B der FIA-Rennsport-Kategorie, forderte das Reglement eine Mindestauflage von 200 Serienfahrzeugen. Pininfarina-Designer Leonardo Fioravanti nahm die Grundform des 308 GTB, verlängerte den Radstand um 11 Zentimeter und formte ein aggressives, muskulöses Kunstwerk mit ausgestellten Kotflügeln, vier Zusatzscheinwerfern im Grill und Lüftungsschlitzen an den hinteren Flanken als Hommage an den 250 GTO. Die Karosserie bestand aus fortschrittlichen Verbundwerkstoffen wie Fiberglas, Kevlar und Nomex. Das Herzstück war ein längs eingebauter 2,8-Liter-V8-Motor mit zwei IHI-Turboladern, der 400 PS leistete und den 288 GTO über 305 km/h schnell machte. Obwohl die Gruppe B nach tödlichen Unfällen abgeschafft wurde und der 288 GTO nie bei Rallyes startete, legte er das Fundament für die legendären
Ferrari-Supersportler F40, F50, Enzo und LaFerrari. Mit nur 272 gebauten Exemplaren ist er eine unbezahlbare Sammlerikone. Mit seinem muskulösen Breitbau, der explosiven Biturbo-V8-Power und seiner Rolle als Urahn aller modernen
Ferrari-Hypercars nimmt der 288 GTO einen unangefochtenen Ehrenplatz in den Herzen aller Sportwagenkenner weltweit ein. Dieses herausragende Fahrzeugmodell gilt bis heute als ein Meilenstein der Automobilbaukunst und begeistert Enthusiasten und Sammler rund um den Globus durch seinen unverwechselbaren Charakter, seine technische Finesse und seine glanzvolle Historie.