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Glossar

Bugatti Veyron 16.4

Das 1.001 PS starke W16-Quad-Turbo-Hypercar von 2005, das die 400-km/h-Grenze im Serienbau knackte.

Der 2005 vorgestellte Bugatti Veyron 16.4 ist das monumentalste Ingenieursprojekt der modernen Automobilgeschichte und definierte das Segment der Hypercars völlig neu. Als der visionäre Volkswagen-Konzernchef Ferdinand Piëch Ende der 1990er Jahre forderte, einen straßenzugelassenen Luxus-Supersportwagen mit über 1.000 PS, einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter 3 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von über 400 km/h zu bauen – der gleichzeitig so kultiviert sein sollte, dass man damit abends vor die Oper fahren kann –, hielten viele Experten dies für physikalisch unmöglich. Doch in der wiederbelebten Manufaktur in Molsheim meisterten die Ingenieure alle thermischen und aerodynamischen Extrembelastungen. Das Herzstück des Veyron ist ein 8,0-Liter-W16-Motor mit vier Turboladern und zehn Kühlern, der 1.001 PS und 1.250 Nm Drehmoment über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an alle vier Räder überträgt. Mit Hilfe eines speziellen 'Top Speed Keys' senkt sich die Karosserie ab, schließt die Diffusorklappen und ermöglichte eine verifizierte Höchstgeschwindigkeit von 407 km/h (später als Super Sport sogar 431 km/h). Seine ausfahrbare aktive Heckflügel-Luftbremse und die exklusiv von Michelin entwickelten Hochgeschwindigkeitsreifen machten den Veyron zum unangefochtenen König der automobilen Superlative. Der Veyron bewies der Welt, dass physikalische Grenzen durch unbändigen Pioniergeist und deutsche Ingenieurskunst verschoben werden können. Er bleibt der unangefochtene Wegbereiter einer neuen Ära von Hypercars jenseits aller bekannten Maßstäbe. Dieses herausragende Fahrzeugmodell gilt bis heute als ein Meilenstein der Automobilbaukunst und begeistert Enthusiasten und Sammler rund um den Globus durch seinen unverwechselbaren Charakter, seine technische Finesse und seine glanzvolle Historie.