Der
Jaguar E-Type (in Nordamerika als XK-E vermarktet) ist eine der größten Ikonen des Automobildesigns und das unvergängliche Symbol der britischen 'Swinging Sixties'. Am 15. März 1961 auf dem Genfer Autosalon enthüllt, versetzte das von Aerodynamiker Malcolm Sayer und Jaguar-Gründer Sir William Lyons geschaffene
Coupé und Cabriolet die Fachwelt in kollektives Entzücken. Mit seiner schier endlos langen Motorhaube, den skulpturalen Wölbungen, dem weit nach hinten versetzten Cockpit und den unter Glas liegenden Scheinwerfern wirkte der E-Type so betörend, dass selbst Enzo
Ferrari ihn neidlos als 'das schönste Auto, das je gebaut wurde' bezeichnete. Unter dem eleganten Blechkleid steckte hochentwickelte Rennsporttechnik: Ein Monocoque-Chassis mit vorderem Gitterrohrrahmen,
Einzelradaufhängung rundum mit innenliegenden Scheibenbremsen hinten und der legendäre 3,8-Liter-Reihensechszylinder (später 4,2 Liter und 5,3-Liter-V12) aus dem Le-Mans-Sieger D-Type. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von fast 240 km/h bot der E-Type Fahrleistungen auf
Ferrari- und Aston-Martin-Niveau, kostete jedoch nur einen Bruchteil dessen. Der E-Type wurde zum bevorzugten Fahrzeug von Weltstars wie Brigitte Bardot, Steve McQueen und George Best und schaffte als eines von ganz wenigen Automobilen die Aufnahme in die ständige Sammlung des Museum of Modern Art (MoMA) in New York. Mit seiner sinnlichen Formgebung, erstklassigen Rennsportgenen und britischem Adel bleibt der Jaguar E-Type eines der faszinierendsten Automobile aller Zeiten. Er ist ein rollendes Kunstwerk, das die Herzen von Ästheten und Sportwagenliebhabern weltweit im Sturm erobert.