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Glossar

Audi Ur-quattro

Das 1980 präsentierte Allrad-Coupé mit Fünfzylinder-Turbomotor, das den Rallyesport und Serien-Pkw revolutionierte.

Der Audi quattro – von Enthusiasten ehrfurchtsvoll 'Ur-quattro' genannt – ist der technologische Meilenstein, der den permanenten Allradantrieb im Straßenverkehr etablierte und die Marke Audi in die globale Premiumliga katapultierte. Entwickelt unter Leitung von Audi-Testleiter Jörg Bensinger und Vorstand Ferdinand Piëch, basierte die Idee auf den herausragenden Traktionserfahrungen mit dem allradgetriebenen Bundeswehr-Geländewagen VW Iltis bei Wintertests in Skandinavien. 1980 auf dem Genfer Autosalon enthüllt, begeisterte das kantige Coupé mit ausgestellten Kotflügeln durch das Zusammenspiel eines hohlen Getriebewellen-Allradkonzepts mit einem charakterstarken, turbogeladenen 2,1-Liter-Fünfzylindermotor und unnachahmlichem Klang. Im internationalen Rallyesport sorgte der Ur-quattro über Nacht für eine Zeitenwende: Gegen die Allrad-Traktion waren die traditionell heckgetriebenen Konkurrenten chancenlos. Piloten wie Walter Röhrl, Hannu Mikkola, Stig Blomqvist und Michèle Mouton dominierten die Rallye-Weltmeisterschaft und machten den Begriff 'quattro' zum Synonym für überlegene Fahrsicherheit und Performance bei jedem Wetter. Mit extremen Weiterentwicklungen wie dem verkürzten Audi Sport quattro ('Der Kurze') und dem 500 PS starken Pikes-Peak-Flügelmonster S1 schuf Audi automobile Monumente. Der Ur-quattro legte das fundamentale Fundament für den weltweiten Markenslogan 'Vorsprung durch Technik' und machte Allradantrieb zum unverzichtbaren Markenkern von Audi. Der Audi Ur-quattro bewies der gesamten Automobilindustrie eindrucksvoll, welches enorme Sicherheits- und Dynamikpotenzial im permanenten Allradantrieb steckt. Er bleibt der unvergessene Wegbereiter, der den Leitspruch 'Vorsprung durch Technik' mit Leben füllte und Audi für immer veränderte.