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Glossar

Pneumatische Federung (Luftfederung)

Ein Fahrwerkssystem mit luftgefüllten Gummibälgen anstelle von Stahlfedern, das eine automatische Niveauregulierung und schwebenden Abrollkomfort bietet.

Die Luftfederung (pneumatisches Federsystem) stellt die Königsklasse des Federungskomforts im Automobilbau dar und ist vor allem in der automobilen Oberklasse, bei Luxus-SUVs und schweren Nutzfahrzeugen zu finden. Anstelle herkömmlicher Schraubenfedern aus Stahl stützt sich das Fahrzeuggewicht auf flexible, hochfeste Gummibälge, die von einem elektrischen Bordkompressor mit Druckluft (typischerweise 10 bis 20 bar) befüllt werden. Der entscheidende physikalische Vorteil ist die progressive Federkennlinie: Je weiter der Luftbalg einfedert, desto härter wird er, was ein Durchschlagen der Federung verhindert. Ein integriertes elektronisches Steuergerät mit Höhensensoren an allen Rädern ermöglicht eine vollautomatische Niveauregulierung: Unabhängig von Zuladung, Gepäck oder Anhängerbetrieb bleibt die Bodenfreiheit des Fahrzeugs immer exakt konstant. Zudem kann das Fahrniveau variabel angepasst werden: Für Fahrten im Gelände wird die Karosserie angehoben; bei schnellen Autobahnfahrten senkt sich das Fahrzeug automatisch ab, um den Luftwiderstand zu reduzieren.