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Glossar

Ottopartikelfilter (OPF)

Ein Keramikfilter im Abgasstrang von direkteinspritzenden Benzinmotoren, der feine Ruß- und Feinstaubpartikel aus den Verbrennungsabgasen filtert.

Der Ottopartikelfilter (OPF / GPF für Gasoline Particulate Filter) ist seit der Einführung der Abgasnorm Euro 6c/6d zwingender Bestandteil moderner Benzinmotoren mit Direkteinspritzung. Bei der Benzin-Direkteinspritzung wird der Kraftstoff unter hohem Druck direkt in den Brennraum gespritzt; durch die extrem kurze Mischungszeit entstehen winzige, lokal überfettete Zonen, die zur Bildung mikroskopisch kleiner Ruß- und Feinstaubpartikel führen. Der OPF besteht aus einem porösen Wabenkörper aus Cordierit- oder Siliziumkarbid-Keramik mit wechselseitig verschlossenen Kanälen (Wall-Flow-Filter). Das Abgas wird gezwungen, die porösen Wände zu durchströmen, wobei über 90 Prozent der Feinstaubpartikel an den Kanalwänden abgeschieden werden. Die Regeneration (das Freibrennen des Filters) läuft bei Ottomotoren unkomplizierter ab als beim Diesel: Da Benzinabgase im regulären Fahrbetrieb deutlich heißer sind (über 600 Grad Celsius), verbrennt der angesammelte Ruß in kurzen Schubphasen bei Sauerstoffüberschuss vollautomatisch zu unbedenklichem CO2.