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Glossar

Pleuel (Pleuelstange)

Das hochbelastete mechanische Verbindungsstück im Motor, das den Kolben gelenkig mit dem Kurbelwellenzapfen verbindet.

Die Pleuelstange (im Fachjargon meist kurz als Pleuel bezeichnet) ist eines der am stärksten mechanisch und dynamisch beanspruchten Bauteile in einem Verbrennungsmotor. Sie bildet das gelenkige Verbindungsglied zwischen dem im Zylinder auf- und abgleitenden Kolben und der rotierenden Kurbelwelle. Das Pleuel überträgt die gewaltige Gaskraft der Verbrennung (oft mehrere Tonnen Druckkraft pro Zündung) auf den Kurbelwellenzapfen und treibt so die Kurbelwelle an. Ein Pleuel besteht aus dem kleinen Pleuelauge (über den Kolbenbolzen mit dem Kolben verbunden), dem schlanken Pleuelschaft mit stabilem Doppel-T-Profil und dem geteilten großen Pleuelauge, das den Kurbelwellenzapfen umschließt. Moderne Hochleistungspleuel werden im sogenannten Crack-Verfahren hergestellt: Der große Pleuelfuß wird nach dem Schmieden hydraulisch kontrolliert durchgebrochen; die unregelmäßige Bruchstruktur garantiert beim späteren Verschrauben eine absolut spielfreie, unverrückbare Passung der Lagerschalen. Pleuellagerschäden durch Ölmangel führen zu lautem Klopfen und schweren Motorschäden.