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Glossar

MacPherson-Federbeinachse

Eine weitverbreitete, raumsparende Einzelradaufhängung an der Vorderachse mit einem radführenden Federbein und einem unteren Dreieckslenker.

Die MacPherson-Achse (benannt nach ihrem Erfinder Earle S. MacPherson) ist die weltweit mit Abstand am häufigsten verbaute Vorderachskonstruktion in Klein-, Kompakt- und Mittelklassefahrzeugen. Ihr genialer Aufbau zeichnet sich durch maximale funktionale Einfachheit und extreme Platzersparnis aus: Ein langes Federbein übernimmt gleichzeitig die Federung, die Dämpfung und die obere Führung des Rades, während unten ein einfacher Querlenker (Dreiecksquerlenker) die Längs- und Querkräfte aufnimmt. Da das Federbein oben drehbar im Domlager der Karosserie gelagert ist, dreht sich die gesamte Feder-Dämpfer-Einheit beim Lenken um ihre eigene Achse mit. Der entscheidende Konstruktionsvorteil liegt im geringen Bauraumbedarf in Querrichtung: Durch den Wegfall eines oberen Querlenkers entsteht im Motorraum wertvoller Platz für den Quereinbau von modernen Motoren und Getrieben sowie für breite Deformationszonen bei einem Frontalaufprall. Die Achse kombiniert geringe ungefederte Massen mit niedrigen Fertigungskosten und bietet ein sicheres, präzises Fahrverhalten.