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Glossar

Gleichlaufgelenk (Homokinet)

Ein flexibles Wellengelenk an der Antriebswelle, das Drehbewegungen und Drehmomente völlig gleichförmig und ruckfrei in jedem Beugewinkel überträgt.

Das Gleichlaufgelenk (auch als homokinetisches Gelenk bezeichnet) ist eine der genialsten mechanischen Erfindungen der Automobilgeschichte und bildete die technische Voraussetzung für den modernen Frontantrieb. Einfache Kreuzgelenke haben die physikalische Eigenschaft, dass sie bei abgeknickter Welle ungleichmäßige Drehgeschwindigkeiten erzeugen (Kardaneffekt), was zu starken Vibrationen und Schlägen in der Lenkung führen würde. Das Gleichlaufgelenk hingegen überträgt die Drehbewegung stets vollkommen gleichförmig (homokinetisch), unabhängig davon, wie stark die Vorderräder beim Lenken eingeschlagen sind oder wie weit das Rad beim Überfahren von Bodenwellen einfedert. Im Inneren gleiten gehärtete Stahlkugeln in präzise gefrästen Laufrillen zwischen einer inneren Nabe und einem äußeren Gehäuse. Eine robuste Gummimanschette (Achsmanschette), gefüllt mit speziellem Molybdändisulfid-Fett, schützt das Gelenk vor Straßenschmutz und Wasser. Reißt die Manschette, wäscht das Fett aus und das Gelenk verschleißt binnen kürzester Zeit unter lautem Klackern.