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Glossar

Bremsfading (Fading-Effekt)

Das thermisch bedingte Nachlassen der Bremswirkung bei extrem hoher, langanhaltender Belastung der Bremsanlage trotz gleichbleibender Pedalkraft.

Erklärung
Als Fading (vom englischen „to fade“ = verblassen, nachlassen) bezeichnet man ein gefährliches Phänomen in der Fahrzeugtechnik, bei dem die Reibleistung der Betriebsbremse infolge extremer thermischer Überlastung dramatisch abnimmt. Typische Auslöser sind langanhaltende Passabfahrten im Gebirge bei falscher Gangwahl oder wiederholte Vollbremsungen aus hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn oder Rennstrecke. Erreichen die Bremsscheiben und Bremsbeläge Temperaturen von über 500 bis 700 Grad Celsius, verändern sich die Reibwerte der Belagmischungen chemisch und physikalisch: Harze und Bindemittel in den Belägen beginnen auszugasen und bilden ein mikroskopisches Gaspolster zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe, auf dem der Belag ohne ausreichende Reibung gleitet. Der Fahrer bemerkt, dass das Fahrzeug trotz maximaler Pedalkraft kaum noch verzögert und das Bremspedal sich teils teigig anfühlt. Zur Vermeidung von Fading setzen moderne Hochleistungsfahrzeuge auf innenbelüftete, gelochte Bremsscheiben, strömungsoptimierte Bremsbelüftungskanäle oder extrem hitzebeständige Carbon-Keramik-Bremsscheiben.

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