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Glossar

Federbein (MacPherson-Federbein)

Eine kompakte Baueinheit aus Schraubenfeder und integriertem Stoßdämpfer, die gleichzeitig als radführendes Bauteil im Fahrwerk dient.

Das Federbein ist ein zentrales Fahrwerkselement, das vor allem an den Vorderachsen moderner Kraftfahrzeuge verbaut wird. Die von Earle S. MacPherson in den 1940er-Jahren entwickelte MacPherson-Federbeinkonstruktion fasst die tragende Schraubenfeder und den hydraulischen Teleskop-Stoßdämpfer in einer einzigen, koaxialen Funktionseinheit zusammen. Die Besonderheit des Federbeins liegt in seiner Doppelfunktion: Es übernimmt nicht nur das Abfedern von Fahrbahnstößen und das Dämpfen von Schwingungen, sondern fungiert gleichzeitig als oberes radführendes Glied der Radaufhängung. Das Federbein ist am unteren Ende fest mit dem Achsschenkel verschraubt und oben über das elastische Domlager drehbar mit dem Federbeindom der Karosserie verbunden. Dies erlaubt das Einlenken der Vorderräder direkt um die Dämpferachse. Die extrem kompakte Bauweise spart wertvollen Bauraum in der Breite, was den Quereinbau von Motoren und Getrieben in modernen Kompakt- und Mittelklassewagen erst ermöglicht hat.