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Glossar

Einzelhubraum

Das von einem einzelnen Kolben zwischen dem unteren und oberen Totpunkt verdrängte Zylindervolumen.

Der Einzelhubraum ist eine fundamentale Kenngröße bei der thermodynamischen Konstruktion von Verbrennungsmotoren. Er beschreibt das geometrische Volumen, das ein Kolben bei seiner linearen Auf- und Abbewegung im Zylinder zwischen dem tiefsten Punkt (unterer Totpunkt, UT) und dem höchsten Punkt (oberer Totpunkt, OT) überstreicht. Die Berechnung erfolgt aus dem Zylinderdurchmesser (Bohrung) und der Wegstrecke des Kolbens (Hub). Multipliziert man den Einzelhubraum mit der Anzahl aller Zylinder des Motors, erhält man den Gesamthubraum des Fahrzeugs. In der automobilen Praxis hat sich über Jahrzehnte ein thermodynamisches Idealmaß herauskristallisiert: Ein Einzelhubraum von rund 500 Kubikzentimetern (0,5 Liter pro Zylinder) bietet das beste Verhältnis zwischen Brennraumoberfläche und Volumen. Dies minimiert Wärmeverluste über die Zylinderwand, optimiert die Flammenausbreitung und gewährleistet eine hervorragende Laufruhe. Aus diesem Grund setzen viele führende Hersteller auf modulare Baukastenmotoren, bei denen 3-Zylinder (1,5 l), 4-Zylinder (2,0 l) und 6-Zylinder (3,0 l) auf identischen Zylindereinheiten basieren.