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Glossar

Elektrische Servolenkung (EPS)

Ein Lenksystem, bei dem die Lenkkraftunterstützung rein elektromechanisch über einen Elektromotor statt über eine hydraulische Pumpe erzeugt wird.

Die elektrische Servolenkung (Electric Power Steering, kurz EPS) stellt den aktuellen Stand der Technik bei automobilen Lenksystemen dar. Im Gegensatz zu älteren hydraulischen Servolenkungen, bei denen eine mechanisch vom Keilriemen angetriebene Hydraulikpumpe permanent Energie verbraucht, arbeitet das EPS-System rein bedarfsgesteuert („Power on Demand“). Der unterstützende Elektromotor wird nur dann bestromt, wenn der Fahrer tatsächlich am Lenkrad dreht, was den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch um etwa 0,3 bis 0,5 Liter auf 100 Kilometer senkt. Ein Drehmomentsensor an der Lenksäule erfasst die vom Fahrer aufgebrachte Handkraft sowie die Lenkgeschwindigkeit und übermittelt diese Werte an das Steuergerät. Dieses regelt den Elektromotor so, dass beim Rangieren und Parken maximale Unterstützung für kinderleichtes Lenken bereitgestellt wird, während bei hohen Autobahngeschwindigkeiten die Servowirkung zurückgenommen wird, um ein straffes, direktes und stabiles Lenkgefühl zu gewährleisten. Die elektromechanische Bauweise ist zudem die zwingende technische Voraussetzung für moderne Fahrassistenzsysteme wie Spurhalteassistenten, Ausweichassistenten und automatische Einparkhilfen, die selbsttätig korrigierende Lenkmomente aufbauen können.