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Glossar

Einspritzdüse (Injektor)

Ein präzises elektromechanisches oder piezoelektrisches Ventil, das Kraftstoff unter extrem hohem Druck fein zerstäubt in den Brennraum oder das Saugrohr befördert.

Injektoren sind das Herzstück moderner Gemischbildungssysteme in Diesel- und Ottomotoren. Ihre Aufgabe besteht darin, den vom Hochdruckpumpensystem bereitgestellten Kraftstoff in exakt dosierten Mengen und in Sekundenbruchteilen als mikrofeinen Nebel einzuspritzen. Bei modernen Common-Rail-Dieselsystemen herrschen Einspritzdrücke von weit über 2.000 bis 2.500 bar, während direkteinspritzende Benzinmotoren typischerweise mit 200 bis 350 bar operieren. Moderne Piezo-Injektoren nutzen den piezoelektrischen Effekt, bei dem sich Kristalle unter elektrischer Spannung blitzschnell ausdehnen. Dies erlaubt extrem schnelle Schaltzeiten im Mikrosekundenbereich und ermöglicht bis zu acht Einzeleinspritzungen pro Verbrennungszyklus: Voreinspritzungen zur Geräusch- und Druckdämpfung, Haupteinspritzungen zur eigentlichen Kraftentfaltung und Nacheinspritzungen zur Anhebung der Abgastemperatur für die Rußpartikelfilter-Regeneration. Eine fehlerhafte Einspritzdüse kann zu unruhigem Motorlauf, erheblichem Leistungsverlust, erhöhtem Kraftstoffverbrauch und im schlimmsten Fall zu kapitalen Kolbenschäden durch thermische Überlastung führen.