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Glossar

Fahrdynamikregelung

Die übergeordnete elektronische Vernetzung aller aktiven Regelsysteme (ABS, ESP, Allrad, Lenkung, Dämpfung) zur ganzheitlichen Beherrschung der Fahrzeugbewegungen.

Die Fahrdynamikregelung bezeichnet das hochentwickelte Zusammenspiel aller mechatronischen Regelsysteme im Automobil, die die drei Raumachsen der Fahrzeugbewegung (Längs-, Quer- und Vertikaldynamik) kontrollieren. Während frühe Systeme wie ABS oder ESP isoliert arbeiteten, bündelt ein modernes zentrales Fahrdynamik-Steuergerät die Daten sämtlicher Sensoren und greift situationsgerecht und synergetisch in mehrere Aktuatoren gleichzeitig ein. Bei einer sportlichen Kurvenfahrt oder einem abrupten Ausweichmanöver kommuniziert das System in Echtzeit mit der elektromechanischen Lenkung, den adaptiven Stoßdämpfern, dem Allradantrieb, dem Torque Vectoring und den Radbremsen. So kann das System beispielsweise bei beginnendem Übersteuern nicht nur ein Rad abbremsen, sondern zeitgleich die Dämpfer auf der kurvenäußeren Seite verhärten, mehr Drehmoment an die Vorderachse leiten und über die Lenkung einen leichten, intuitiv spürbaren Gegenlenkimpuls am Lenkrad vorgeben. Das Resultat ist ein Höchstmaß an aktiver Sicherheit bei gleichzeitiger Steigerung der Agilität und des Fahrvergnügens.